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MobileTech Conference | Das Konferenz- und Trainingsevent für Mobile Development
25. – 27. März 2019 | München
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Mrz

Erfolgreiche App-Entwicklung: „Nutze bekannte Icons und Bedienkonzepte, anstatt alles neu zu erfinden“

Pierre Liebsch

Eine erfolgreiche App bringt nicht nur Unternehmen, sondern vor allem auch seine User in vielerlei Hinsicht weiter. Doch was muss man beachten, damit eine App auch wirklich den gewünschten Erfolg erzielt? Wir sprachen mit Pierre Liebsch, Mobile und Enterprise Developer bei der OPEN KNOWLEDGE GmbH, im Zuge der MobileTech Conference & Summit 2019 unter anderem über die Do’s und Dont’s für eine erfolgreiche App.

JAXenter: Was zeichnet eine gute App, aus technischer Sicht, aus? Welche Funktionen gehören in eine App und welche nicht?

Pierre Liebsch: Aus technischer Sicht ist es eher eine Glaubensfrage, was eine gute App ausmacht. Wichtig ist, dass die Software gut wartbar ist. Bei mobilen Geräten sollte man außerdem einen genaueren Blick auf Performance und Energieverbrauch legen. Außerdem sollte man sich nach Möglichkeit im Vorfeld überlegen, ob man einzelne Features als Module bereitstellt.

JAXenter: Welche Tools sind für die Entwicklung einer Android-App unverzichtbar?

Pierre Liebsch: Zum Entwickeln setze ich auf die offizielle Entwicklungsumgebung Android Studio. Darüber hinaus kann es von Vorteil sein, Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop zu haben, um Icons erstellen oder anpassen zu können.

JAXenter: Wer muss sich alles an einen Tisch setzen, damit eine App nachhaltig Erfolg hat?

Pierre Liebsch: Wichtig für eine App sind vor allem der Nutzen sowie die Usability. Daher ist es unerlässlich, dass man den App User versteht. Sowohl zur Planung der Funktionalitäten als auch zum Gestalten des UI’s muss die Zielgruppe verstanden werden.

JAXenter: Welche Fehler machen Unternehmen oder Entwickler bei der App-Entwicklung am häufigsten? Hast Du eine „Flop 3“?

Pierre Liebsch:

  1. Es werden Rechte angefragt, ohne dass der User weiß warum. Der User muss verstehen können, warum eine App auf beispielsweise die Kontakte zugreifen können möchte. Ansonsten wird dieser der App nicht trauen.
  2. Leider wird gerade im mobilen Umfeld noch immer häufig das Schreiben von Tests ignoriert.
  3. Overengineering: Es werden oft Features eingebaut, bei denen man glaubt, der Nutzer könnte sie brauchen, doch letztendlich finden sie nie Verwendung.

JAXenter: Welche Tipps würdest Du für den Bau einer erfolgreichen App geben? Kannst Du uns 3 Best Practices nennen?

Pierre Liebsch:

  1. Kenne deine Zielgruppe.
  2. Pflege deine App und beachte das Feedback der User.
  3. Setze auf Standards, d.h. nutze dem User bekannte Icons und Bedienkonzepte, anstatt alles neu zu erfinden.

JAXenter: Wie sieht, Deiner Meinung nach, die Zukunft der App-Entwicklung aus?

Pierre Liebsch: Eine genaue Aussage über die Zukunft lässt sich z.Z. nur schwerlich treffen. Mit Fuchsia hat Google ein neues Betriebssystem geschaffen, welches u.a. für den mobilen Markt geeignet ist. Die Zukunft wird sich wohl stark danach richten, wie Google Fuchsia einsetzen wird.

JAXenter: Vielen Dank für das Interview!

Geschrieben von: Katharina Degenmann